Tour: Senftenberger Seen

Wie Gott mit dem Rad in Frankreich

Pfingsten war ja so was von traumhaft heiß! 33-36°, die heißesten Pfingsten seit 50 Jahren. Genau mein Ding. Hab mich endlich mal dem Beachvolley entsagt und hatte mir schnell einen Rundkurs über Bautzen zu den Senftenberger Seen zusammengeklickt. Bin dann aber mal wieder aus allerlei Gründen erst um punkt Zwölf zur vollen Mittagshitze losgekommen…
IMG_1483_wie in frankreich_1024x_mlViele Fotos sind leider nichts geworden, weil sobald ich angehalten hab mir einfach nur der Schweiß über die Augen rann und es ohne Fahrtwind viel zu heiß war. Daher hier nur eine kleine Auswahl. Meine eigentliche Idee gen Osten verwarf ich zwecks Wassermangels und klickte mir kurz vor knapp eine neue Route zusammen. Bei Temperaturen über 30° wollte ich genug Möglichkeiten zum Baden haben. Die Empfehlung eines Kollegen und ein Blick auf die Karte und das Ziel war klar, Senftenberg und die umliegenden Seen. Das Problem war Luftlinie sind das nur 60km, macht 80-90 zu fahrende Kilometer. Ich nahm mir also von meiner ursprünglichen Idee ein Teilstück bis Bautzen, das ich eh erkunden wollte, und erweiterte es um einen nördlichen Bogen über Hoyerswerda. Für den Rückweg ab Senftenberg folgte ich einem Teilstück einer meiner Dresden-Berlin-Planungen zurück nach Süden. So kam ich am Ende auf 2 Etappen a 130km, +/-1100hm mit dem klassischen „raus aus dem Elbtal“ und dann ab ins leicht hügelige Gelände.

Route_SenftenbertourDa ich in den letzten Tagen und Wochen eh immer gegen 4:30/5:00 aufwachte, verzichtete ich auf den Wecker. War ja klar, beim Aufwachen war es dann ausnahmsweise und genau heute mal 8Uhr. Die Abfahrt verschob ich natürlich von 7:00 auf 9:30. Um 9:00 ertönte von draußen dann plötzlich laute Musik. Für die umliegenden Discos war es noch zu früh und klang auch zu nah. Ich tippte daher auf die Inlineskater, deren Ausfahrten immer in endloser Schlange und von Musik begleitet unter meinem Fenster lang führen. Aber da war kein „Gerolle“ und Geklacker auf dem Asphalt zu hören…
Der Blick aus dem Fenster belehrte mich dann des wahren Grundes für die Musik. Ein Pritschenwagen mit Mikro und Boxen, dazu jede Menge junge Leute samt Anti-Nazi- und Anti-Rechts Symbolik. Das Netz verriet mir dann auch gleich mal, dass die Kernzone des für heute geplanten Aufmarschs der Rechten in meinem Stadtteil lag. Top!
Ich hängte ein paar Anti-Nazi-Postkarten und Flyer ans Fenster, machte mir noch einen Kaffee und hörte mir ein paar der Reden vom Fenster aus an. Nebenbei packte und plante ich gemütlich weiter. Die Leute draußen taten mir langsam echt leid. Die Temperaturen wurden immer heißer. Ich grübelte noch, ob ich den Duschschlauch irgendwie bis zum Fenster verlängert bekäme…
Die Zeit verging und ich wollte endlich sehen dass ich los kam. Irgendwann sagte ein Mann am Mikro etwas von „Wir brauchen jetzt 400-600 Leute hier um den Marsch aufzuhalten.“. Ich dachte mir nur „Nein, bitte nicht jetzt und bitte nicht direkt vor meiner Haustür!?“ Ich schaute auf die Uhr, Schande, schon 11Uhr. Es wurden jedenfalls nicht weniger Leute draußen und ich machte mir echt Sorgen, dass die „Front“ exactement auf der Linie aus meiner Haustür hinaus liegt. Nach 20min kam zum Glück Entwarnung die Braunen waren noch keinen Schritt vorwärts gekommen 🙂 Das hat mich gleich doppelt gefreut. So einen letzten Kaffee und dann endlich mal los. Punkt 12Uhr ging es, mit etwas schlechten Gewissen mich der Gegendemo nicht angeschlossen zu haben, in die volle Mittagshitze, total bekloppt, ich weiß, aber…

Mir war nach Freiheit und Einsamkeit, so hatte ich auch gepackt. Lieber mehr Gepäck, dafür unabhängiger. In Gedanken tat ich nebenbei so als würde ich mich auf eine gemütliche GST vorbereiten. Einfach mal mitnehmen was man in 2 Wochen so brauchen könnte. Es ging ein Stück an der Elbe lang Richtung Osten, dann hinter der Waldschlösschenbrücke und der Radeberger Vorstadt über g2-Tracks durch die Dresdener Heide nach Nordosten hinaus aus dem Elbtal.
happy trailsIMG_1432_1024x_mlDanach ging es 50/50 über gemütliche Schotterpisten, Feld- und Radwege und ein paar Landstraßen. Es wurde immer heißer. Ich mag ja die Sonne, aber zu viel muss auch nicht sein. Auf den glühenden Landstraßen und den freiliegenden, staubig-trockenen Ackerwegen ohne Bäume und Schatten war es wie im Backofen. Die meisten Abschnitte boten nicht mal ein Krümelchen Schatten. Noch gab es zwar kein Flimmern am Horizont über dem Asphalt wegen eines leichten Windes, aber die Luft war trotzdem zum Schneiden dick und die Hitze war wie eine Wand wenn ich aus einem schattigen Abschnitt in die sengende Sonne fuhr.
IMG_1433_1024x_ml IMG_1495_1024x_mlIch glaube ich war auch sehr schnell im Tourenmodus und habe nicht mehr wirklich was von der Landschaft mitbekommen. Ich bin auf der Tour sehr wenigen anderen Radlern, Wanderern, überhaupt Menschen begegnet, selbst die Landstraßen waren leer. Ich erinnere mich gerade auch nicht mehr wirklich an die vielen „Wassernachfüllbegegnungen“. Es war einfach nur affenheiß und ich schaltete wirklich mal total ab. Die Musik war schon lange raus aus den Ohren, weil störend. Die Gedanken und Vorkommnisse der letzten Zeit, die ich eigentlich ein bisschen, gemütlich auf dem Lenkeraufsatz liegend, verarbeiten wollte waren durch viel wesentlichere Dinge ersetzt. Ich musste mich mal ganz bewusst um meinen Körper kümmern. Viel trinken, für regelmäßige Abkühlung sorgen und den Elektrolythaushalt ausgleichen. Ich hatte 3L Wasser dabei, die ich bestimmt 5-6mal am Tag aufgefüllt habe. Zudem gönnte ich mir 2x am Tag eine kalte 1,5L-Apfelsaftschorle von der Tanke. Zur Kühlung gab es kleine Wassermengen auf die Waden und das bandana unter dem Helm und hin und wieder eine Person mit Gartenschlauch oder einen Rasensprenkler. Ach ja Helm ist auch so ne Sache. Ich wurde ernsthaft 3-4x auf der Tour angesprochen, warum ich bei so einem Wetter mit Helm fahre. Was hat das Wetter mit der Härte des Bodens und der Bordsteinkante zu tun?
Die Bademöglichkeiten an diesem Tag hielten sich dann doch rar, naja, waren nicht vorhanden, zumindest bis zum Abend. Viele Gewässer waren eher Fischteiche oder Tümpel und die eigentlichen Badeseen waren meist nur über einen Campingplatz oder ein Schwimmbad zugänglich, natürlich beides mit Eintritt. Das war schade und frustrierend. Ich sparte mir unterwegs den geplanten Schlenker über Bautzen, weil ich keine Lust auf Stadt, Menschen und Autos hatte. Damit entging mir zwar der dortige Badesee, aber ein Stück weiter nördlich gab es „die blaue Adria“. Einen Campingplatz an einem See, der einfach nur zum Baden einlädt, wenn man sich die Photos im Internet anschaut. Um 17:47 war ich dort und freute mich in Gedanken schon auf ein schnelles Bad und ein paar Fotos. Pustekuchen, 2,5€ Eintritt, erst Punkt 18:00 1,5€. Ich wolle nur kurz rein springen und wäre nach 10-15min wieder weg gewesen. Nein ist nicht und einen anderen Zugang gäbe es auch nicht. Darf ich wenigstens kurz ein paar Fotos machen. Nein ist nicht, wir haben so viele Gäste. (Was Letzteres mit meiner Bitte zu tun hatte ist mir bis jetzt ein Rätsel…) Egal, etwas angesäuert, da auch dieser See wie Privatbesitz und nicht als öffentliches Eigentum behandelt wurde ging es weiter.
Rosenteich FischerbootBei Lohsa führte der Radweg an einem seit 4 Jahren geschlossenen und brach liegenden Freibad vorbei. Ich nahm das Ganze nur aus einer kurzen Kopfdrehung bei hohem Tempo wahr. Ein paar hundert Meter weiter hielt ich dann aber doch kurz an, um wenigstens ein Erinnerungs-Aufmerksamkeits-Foto zu machen. Ich mag Brachen und das Wenige was ich im Vorbeirauschen gesehen hatte gefiel mir durch seinen ganz eigenen Charme. Hier werde ich definitiv nochmal hinfahren.
Auf den nächsten Kilometern gab es noch ein paar Gewässer und ich hatte mir 2-3 Hütten verzeichnet. Gegen 20Uhr war ich dann am Dreiweibern See fast auf der Höhe von Hoyerswerda. Am Fuße der steilen Böschung standen immer wieder Zelte auf kleinen Lichtungen am Ufer. Etwas zögerlich und unentschlossen hielt ich mit einem Auge Ausschau nach einem freien Platz, drehte am Ende um und fuhr das Ufer nochmal ab. Aber ne, irgendwie war es mir hier zu bevölkert und ein wirklich schönen freien Platz gab es auch nicht mehr, zudem stellte ich mir das Biwakieren direkt am Ufer zwischen Schilf und Unterholz doch etwas mückenlastig vor. Ich hatte noch gute 20km offen bis zu der Hütte die mir nach Karten und Sattelitenbildern ideal schien. Wenn ich meinen 20er Schnitt halte, sollte ich mit der beginnenden Abenddämmerung dort eintreffen. Also weiter. Vorbei am Scheibesee auf einem nagelneuen Radweg ging es flott voran. Hier war es wieder menschenleer und einsam. Ein paar Kilometer vor dem Ziel kamen mir noch 3 halbstarke Jugendliche auf ihren Downhillern entgegen und musterten mich, scheinbar mit einer gewissen zu vertreiben gewillten Langeweile, argwöhnisch. Der Weg führte alsbald in ein altes Tagebaugebiet. Links und rechts des Weges standen dann auch etliche einladende Warnschilder. Um kurz nach 21Uhr mit der einsetzenden Dämmerung war ich am Ziel.
IMG_1478_1024x_mlIMG_1437_1024x_mlIMG_1439_ 1024x_mlIMG_1443_1024x_mlgegerbt, gegrillt und gebacken, aber glücklichWas ein Plätzchen. An der Hütte angekommen vermutete ich anhand kleiner, frisch gelöschter und noch feuchter Feuerreste auf dem Hüttenboden, dass die 3 Jungs eben noch hier waren. Hier gab es ja sonst keine Menschen 🙂 Die Hütte war noch sehr neu, war aber natürlich schon von irgendwelchen Hirnis gut beschmiert u zerstört worden. Schade und einfach nur dämlich. Von mir mal wieder eine große Portion Unverständnis für solche Denke und Handeln… Mein erster Weg führte natürlich ins kühle Nass, welch Wohltat. Danach machte ich mich ans Abendessen, naja ans Wasser kochen und Fertignudeln zusammenrühren. Ich weiß nicht was da los war, eigentlich stand da nur ein Teelicht… Besuch eines Miniufos? Unbemerkter Spiritusbrand? Vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich vergessen hatte die ISO der Kamera wieder runter zu stellen…
Miniufo? Spiritusbrand? Nur ein Teelicht?Gegen 22:30 versuchte ich mich schlafen zu legen. Angenehm war das nicht. Die Mücken hielten sich dank Räucherspiralen zwar in Grenzen, aber die Luft wollte einfach nicht abkühlen. Es hatte bis 1-2Uhr nachts noch gefühlte 25°. Ich bereute es ein bisschen nicht doch das Innenzelt aufgebaut zu haben um dann einfach in Boxershorts da liegen zu können. So schmorte ich im Schlafsack im eigenen Saft vor mich hin, da ich mich den Mücken dann doch nicht in Gänze aussetzen wollte. Um kurz nach 23Uhr kramte ich nochmal die Kamera samt Stativ hervor. Der Ausblick den ich beim Einschlafen hatte war zu schön. Auch die Gänse entschuldigten sich noch für ihr Geschnatter, indem sie in perfekter Formation vor der Silhouette des Mondes davon flogen, ein traumhaftes Bild, leider nicht festgehalten.
Ausblick beim EinschlafenIch mag ja die Natur, aber diesmal gab es doch einiges was mich wachgehalten hat. Dem Rascheln nach zu urteilen war 3-4m von mir ein Fuchs ein einem Busch und lies sich weder durch freundliches Bitten, noch durch späteres genervtes Anmaulen davon abbringen Krach zu machen. Ich hörte ihn auch 2-3 Mal in meinem Müll rascheln und kramen der am Hütteneingang lag. Dazu gab es da noch ein mir unbekanntes Tier, das sich anhörte wie eine riesen Kröte die scheinbar in einem Baum ein Stück weiter saß und unentwegt vor sich hinquakte. War ich kurz vorm Einschlafen, ließ wieder irgendwo ein Eichhörnchen einen Pinienzapfen fallen oder die Enten und Gänse am See trugen ihren Familienzwist aus… Auch mein erster Versuch eine Rettungsdecke als Unterlage zu nutzen war nicht gerade förderlich beim Einschlafen. Beim leichtesten Windhauch knisterte die Folie vor sich hin. Gegen 2Uhr bin ich dann nochmal raus, weil es im Wald neben mir dann doch nach einer kleinen Rotte Wildscheine klang. Ich stellte das Fahrrad quer vor den Eingang der Hütte, so dass alles was größer als ein Fuchs oder Frischling war, bei einem Besuch ersteinmal das Fahrrad umstößt. Naja, 2-3h habe ich dann glaube doch irgendwann mal geschlafen.
Schwimmen am MorgenMorgens um kurz vor 6Uhr ging es dann gleich nochmal für ein Bad ins Wasser und nach einem gemütlichen Morgen saß ich um 7:30 wieder auf dem Bike. Ich fuhr einmal um den Partwitzersee um ein paar Kilometer zusammen zu bekommen und um mir die „Schwimmenden Häuser“ anzusehen. Der Radweg war nagelneu, aber nicht gerade schön. Als Schneise, wie eine Autobahn, umsäumt er den See. Schatten oder Sitzmöglichkeiten gab es nicht. Ich begegnete den ersten Spaziergängern und Joggern und ließ diese in hohem Tempo hinter mir.
schwimmende Häuser I schwimmende Häuser IIDas ganze Gebiet/ Areal machte den Eindruck dessen was es ist, ein im Bau zum Naherholungsgebiet befindliches ehemaliges Tagebaugebiet. Alles wirkte noch etwas überdimensioniert und fehl am Platze, da es scheinbar kaum Menschen gab die sich hier aufhielten. Schön fand ich innerhalb dieses Naherholungs-Baustellen-Charmes, außerhalb der Campingplätze, ein paar Autos und Camper (u.a. T2 Bulli *schmacht*) in der Nähe des Ufers geparkt zu sehen, die hier eine Nacht verbracht hatten. Ich hoffe das Gebiet kann sich diesen entspannten und lockeren Charme beibehalten und es wird nicht jeder Quadratmeter am Ufer zu gebaut und durchreguliert. Ehrlich gesagt mache ich mir aber etwas Sorgen um die weitere Entwicklung des Gebiets, wenn die aktuellen Planer weiter Hand anlegen dürfen. Folgende war nicht die einzige Hütte die etwas, naja, planlos und kontextfrei da rumstand. Ich frag mich echt welcher Eimer die Hütte derart dahin gebaut hat. Eine Fensteröffnung nach Süden in die volle Mittagssonne und zur insektenbevölkerten Wiese mit wunderschönen Windrädern als Ausblick und die flächig geschlossene Seite der Hütte zum See und Radweg hin. Famos genial…
MeisterleistungWeiter ging es zum Senftenberger See, wo ich gegen 9:30 zu den ersten Badegästen gehörte. Der heutige Tag war wie eine Tour durch Frankreich. Affenhitze, staubige, trockene Pisten, überall Piniengeruch (*schmacht*), Bauern bei der Heuernte auf den Feldern und kleine verschlafene Dörfer. Der erste Tag bot zwar ähnliche Eindrücke, aber heute war die Stimmung einfach perfekt. Es war traumhaft.

flair français

IMG_1490_768x_ml
IMG_1497_1024x_mlZiemlich genau um 12Uhr fand ich dann ein schattiges Plätzchen auf einer Bank und hielt erstmal Mittag. Hier schaltete dann auch mein Körper mal richtig ab. Ich dachte eigentlich, dass ich da gute 1 1/2 h gesessen hätte, aber die Trackdaten sagen was anderes. Eine 3/4h war es, aber die eben gekauften 1,5L-Apfelsaftschorle waren danach trotzdem leer. Ich telefonierte noch mit ein paar Leuten um etwas Zeit zu schinden, weil ich mich doch etwas arg entspannt hatte und nicht wirklich mehr weiter wollte.
IMG_1510_768x_mlIMG_1513_768x_mlAls dann 3 Wanderer/ Spaziergänger vorbeikamen und nach einem freien Plätzchen für sie fragten bejahte ich dies natürlich. Ihre Aussage, da kämen noch 20 andere Leute tat ich als Scherz ab. Dann standen da aber plötzlich tatsächlich 20 Leute, die hier ihr alljährliches Familientreffen abhalten wollten. Ich schlug die Einladung zu Speiß und Trank aus, obwohl sie wirklich reichlich und lecker auftischten, und bedankte mich ernsthaft, dass sie mich „verscheuchten“. Ich hatte echt Probleme mich da wieder weg zu bewegen und hätte auch einfach bis zum Abend da sitzen bleiben können. Schweren Trittes ging es mit einem kurzen Badestopp und einem selbstgebrauten Kaffee an einem See (Oberer Waldteich), dessen Campingplatz endlich mal keinen Eintritt verlangte, zurück ins Elbtal nach Dresden wo ich gegen 18Uhr eintrudelte.
IMG_1514_1024x_mlDie Tour hat dank dem Wetter verdammt Spaß gemacht. Aber wegen der Hitze und allerlei Gedanken, die doch immer präsent waren, war ich sehr in mich gekehrt gefahren und habe einfach nur zugesehen mich vorwärts zu bewegen. Leider gab es am ersten Tag zu wenig Bademöglichkeiten und ich habe gelernt, Lenkerband verträgt sich nicht so dolle mit Hitze, Schweiß, Sonnencreme und Wasser…

Advertisements

2 Gedanken zu “Tour: Senftenberger Seen

  1. Puhh, zu Pfingsten war es wirklich heiß, sehr heiß! War selber auf einer kleinen Bikepackingtour im Schwarzatal unterwegs und kann deinen Ermüdungszustand gut nachvollziehen. Zum Glück gab es dort eben die Schwarza, in welche ich mich an einer flachen Stelle einfach der Länge nach rein gelegt habe…ich glaube, es hat sogar gezischt… ;- )

    Zu deiner Tourgegend. Zufälliger Weise, war ich gerade eine Woche in der Lausitz unterwegs. Zwar mit dem Reiserad von Hoyerswerda Richtung Rothenburg und querbeet zurück, aber zumindest dort, war der Zugang zu einigen Seen und baden etwas problemloser. Je östlicher, desto einfacher. Die Radwege führen dort sogar direkt an Seen vorbei und wir haben direkt dort übernachtet.
    Allerdings wurde es von dort ab ‚Quitzdorf am See‘ Richtung Bauzen bzw. Hoyerswerda kaum noch möglich, direkt ans Wasser zu kommen, Es sei denn der See war umgekippt oder es war ein brackiger Tümpel, wie auf deiner Route. Am ‚Bärwalder See‘ entsteht gerade auch so ein mega Touristen freundliches, hypermodernes Naherholungsgebiet, was den Charme des See’s verblassen läßt, wie ich finde. Schöner Seerundradweg hin oder her. Trotzdem total synthetisch irgendwie. Retorte. Paßt irgendwie, genau vor den Toren von Boxberg.
    Am ‚Speicher Knappenrode‘ bleibt sogar der komplette Seezugang, wegen einer gesamten Ufersanierung, die nächsten 8 Jahre gesperrt…

    Bisher ist die Lausitz noch nicht so überlaufen, was eigentlich den ursprünglichen Charakter der Lausitz ausmacht, aber das wird sich in den nächsten Jahren mit Sicherheit ändern…leider!

    Wollte damit nur sagen, daß du eine wunderbare Landschaft „vor der Haustür“ hast, welche ne menge Möglichkeiten für Touren bietet. Naja und wenn man weiß, wo man noch ans Wasser zum baden kommt, dann braucht man „nur“ noch einen entsprechenden Mückenschutz, denn von den Plagegeistern hatte wir auch genug!

    Vielen Dank für deinen wider mal sehr ausführlichen und ehrlichen Tourenbericht. Wenn man einmal dort gewesen ist, kann man sich viel besser in die Landschaft rein denken und deine Tour beim lesen quasi mit erleben. Weiter so!

    Beste Grüße,
    Nitro

    PS: Die Helmgeschichte sehe ich mittlerer Weile auch so.

    • Ich danke dir Nitro.
      „Vielen Dank für deinen wieder mal sehr ausführlichen und ehrlichen Tourenbericht.“
      Ich weiß es ist nicht immer einfach 🙂 und ehrlich find ich einfach gut…

      Ich gebe zu mich selber etwas zu schelten, dass ich die Lausitz und die Seenlandschaft bis dato arg ignoriert habe. Das Gebiet war für mich bisher ein „Zwischending“ zwischen Dresden und Berlin, was es zu durchqueren galt. Es mag auch daran liegen, dass ich mich bei meinen Touren oft entlang der Elbe, also in Ost-West-Richtung orientiert habe. Aber da ich eh dringlich neue Ziele um Dresden suche und weil die Gegend wirklich ihren eigenen Reiz bietet werde ich da sicher noch ein paar Erkundungstouren starten. Allerdings wurden mir vor ein paar Stunden erst wieder schöne Geschichten über die Lausitzer-Wölfe erzählt (Förstersicht…). Ich dachte eigentlich die hätten die nächsten 100 Jahre erstmal noch genug Furcht und Scheu vor den Menschen. Dem scheint nicht so…
      Habe mir gerade mal eine Übersicht über die Wolfreviere angeschaut. Ist schon ein komisches Gefühl, wenn man da Orts- und Gebietsnamen liest, in/ bei denen ich schon alleine übernachtet habe. Eigentlich sollte es bald mal wieder nach Berlin gehen. Da ist der Ansporn nun ein klein wenig gewachsen die 200km(unschön) bis 250km(schöner) mal an einem Tag zu schaffen…

      Mal noch als Anmerkung, 2-4 Badeseen unterwegs hatte ich auch ausgelassen, weil die Ufer/ Wasserzugänge einfach zu überfüllt für meine Laune auf der Tour waren.
      Und ich habe gelesen, dass Bautzen eine recht schöne Stadt sein soll. Da werde ich wohl doch mal noch durch fahren.

      Grüße

wenn du Lust hast beteilige dich (comment)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s