Trinksysteme

Plastikwasser?

In den letzten Jahren haben sich sogenannte Trinksysteme, meist aus einem Schlauch mit Mundstück und einem Wassserbeutel/sack bestehend, im Einsatz bewährt und etabliert. Es gibt inzwischen unzählige, leider meist nicht kompatible, Anbieter deren Systeme sich ansonsten kaum unterschieden.source convertube

Nachdem ich einen Framebag am Rad hatte und somit nur noch eine 0,5 Liter Flasche unter dem Sattel immer griffbereit war wurde auch mein Interesse an dieser Art der Wasserversorgung wieder stärker. Aber die Kritik an der Hygiene, dem Aufwand zur Pflege und Reinigung solcher Systeme hatte kaum nachgelassen. Meine Abneigung gegen einen Wassersack/beutel blieb bestehen. Neben dem Preis ist für mich der Aufwand für Reinigung und Pflege zu groß. Hinzu kommt der Transport und die Nutzung selbst. Ein solcher Wassersack muss geschützt vor scharfen Gegenständen, aber gut erreichbar zum Nachfüllen im Rucksack verstaut werden. Ersteres konnte ich nicht garantieren und Zweites ist bei einem meist gut gefüllten Rucksack auch nicht gegeben. Einen Wassersack außen an den Rucksack zu schnallen kam aufgrund des dann weit nach außen gelegten Schwerpunkts nicht in Frage. Ein Verstauen im Framebag kam nicht in Frage, da dort dauerhaft schwere Sachen rein sollen. Wenn dich der Wasservorrat im Rucksack zu Ende neigt hat man wenigstens für eine gewisse Zeit etwas weniger zu schleppen.

Für mich waren vor allem wieder die Faktoren kostengünstig und praktisch entscheidend. Bei meiner Recherche stieß ich dann auf Systeme, die statt einem Beutel/Sack normale/handelsübliche Flaschen zum Wassertransport nutzen. Das hat in meinen Augen klare Vorteile. Der günstige Preis, da es sich nur um einen Schlauch samt Mundstück und ein paar Adaptern für verschiedene Flaschenverschlüsse handelt, erlaubt im Notfall einfach den Neukauf des Trinksystems. Den Hick-Hack mit der Reinigung und Pflege eines Wassersacks hat man auch nicht. Ebenso gibt’s keine Probleme mit dem Auffüllen der Flaschen, jede ältere Dame weiß wie man eine Flasche am Wasserhahn auffüllt. Im Anschluss kann die Flasche einfach wieder mit etwas Gewalt in den Rucksack geschoben werden oder wenn man den Platz für Einkäufe braucht einfach an dessen Seite befestigt werden.Abends im Lager wird ein normaler Deckel aufgeschraubt und die Flasche ist weiter nutzbar.
Probleme mit der Hygiene hatte ich bisher noch nicht, zumal ich nur Leitungs-/ stilles Wasser nutze. Den Schlauch schleudere ich abends aus und lass ihn trocknen. Nach der Tour wird er dann gesäubert und gespült, wobei ich das auch manchmal vernachlässige.

Einen Nachteil, den ich feststellen musste gibt es. Bei heißen Temperaturen schütte ich mir gerne etwas Wasser zur Kühlung über. Das geht mit einem solchen System nicht. Abhilfe schafft hier das Prinzip, das die Schweizer Firma Geigerrig  in ihrem System benutzt. Der Wasserbehälter lässt sich unter Druck setzen, so dass das Wasser freiwillig ohne Nuckeln und Saugen dem Schlauch entweicht.

Ich habe zum erst Besten System mit guten Kritiken gegriffen um überhaupt mal Erfahrungen mit einem Trinksystem zu sammeln: Source Convertube (15€)
Im Endeffekt bin ich begeistert von dieser Art der Wasserversorgung. Ohne umständliches Hantieren, dem suchenden und zerrenden Griff nach der Flasche im/am Rahmen, hat man was zu Trinken im Mund, in dem man sich das direkt vor einem baumelnde Mundstück kurz in den Mund schiebt. Man kann sich weiter aufs Fahren konzentrieren ohne aus dem Rhythmus zu kommen. Das System ist dank der Adapter vielseitig einsetzbar und pflegeleicht.

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