Review GSI Kaffeefilter

von Pulver bis Hochdruck, das Lebenselixier

Coffee & Cigarettes, KKK (Kaffee- Kippe – Klo), Espresso nach dem Essen, ein Cappuccino zum Frühstück,… Wer das schwarze Gold liebt, der verzichtet nicht so einfach darauf. Wer es ganz einfach mag, der nimmt Kaffebohnen mit, zerstößt sie mit einem Stein und brüht das ganze mit Wasser auf. Etwas zivilisierter der türkische Kaffee aus gemahlenem Kaffe mit Wasser aufgebrüht. Nur wer liest den Kaffeesatz?

Filterkaffee entbindet einen dieser Frage, bedarf aber trocken zu lagernder Kaffeefilter und produziert Müll. Zudem wer will schon seinen schönen alten melitta-Keramikfilter den Risiken einer Tour aussetzen? Und das wacklige, ebenso sperrige Plastik-Pendant ist eh nicht zu gebrauchen. Es gibt inzwischen zwar eine Reihe Filterhalter in Form von Drahtgestängen oder aus Kunststoff zum Falten oder Zusammenschieben, die kaum noch ins Gewicht und „in den Platz“ fallen, die Frage nach den Filtertüten bleibt aber immer noch.

Die Deluxe-Variante ist natürlich der unter Dampfdruck erzeugte Kaffee aus einer Mokkakanne. Nur leider wiegt so ein Teil ganz schön. Eine vereinfachte Form einer Mokka spart zwar etwas Gewicht, bedarf aber trotzdem eines gewissen Reinigungsaufwands und für zwei Leute liefern sie etwas wenig Kaffee.

Hier wird es die heftigste Kritik/ Polarität geben, Pulver“kaffee“, Leicht, ergiebig und meist absolut nicht wohlschmeckend. Egal auf sportlichen Touren erfüllt er den UL-Gedanken und den, um mal den englischen Abkürzungs-Usus weiterzuführen, UST (Ultra-Short-Time)-Gedanken.

Schön wenn man jemanden wie Simon hat, der selbst auf kurzen Touren, Pulverkaffee gar nicht erst anrührt und freiwillig ne Mokka schleppt. Aber auch ihm wurde die irgendwann zu schwer und er sah sich nach Alternativen um. Angeschleppt hat er dann bei einer Tour ein 10€ Stück Plastik, um das ich dem Plastiklook und auch der knalligen Farbe wegen bisher einen Bogen gemacht hatte. Aber selbst die Farbe hat inzwischen in meinen Augen ihre Berechtigung.

Der GSI Kaffeefilter:

Drei, daumenbreite, ca. 9cm lange Plastik-Stege, die sich auf einen Tassenrand stecken lassen, tragen einen elastischen Kunstoffring, an dem ein feinmaschiges Netz hängt. Das Ganze ist flach zusammenlegbar. Et voila, Kaffe rein, heißes Wasser drüber und wohlriechender Kaffee tröpfelt in die Tasse. Wer mag kann auch den Kaffee samt Netz, wie bei einem türkischen Kaffee, in der Tasse ziehen lassen. Wackeln oder schwanken tut nichts und die Reinigung ist einfach und umweltfreundlich. Netz umstülpen und kurz mit etwas Wasser säubern.

Nun zur grell leuchtenden Farbe. Mit den Klips der Füße lässt sich der Filter wunderbar zum Trocknen an die Speichen eines Fahrrads hängen. Wer aber ein paar Mal mit einem komischen Klickgeräusch am Reifen losgefahren ist, dessen Augen suchen nach kurzer Zeit automatisch vor dem Losfahren nach einem neonfarbenen Etwas im Bereich der Reifen.

Zwei Nachteile hat der GSI Kaffeefilter. Zum einen ist der Durchmesser des Rings zu groß um den Filter in einer Tasse, zumindest dem tatonka-Edelstahlbecher, unterzubringen. Zum Anderen ist er für kleine Touren, auf denen man solo unterwegs ist problematisch, da man am besten zwei Gefäße hat, eins zum Wasserkochen, eins mit dem Netz drauf.

wenn du Lust hast beteilige dich (comment)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s