Der Ein-Mann-Sarg

Bikepacker biwakieren!?

Warum überhaupt ein Zelt? Der Bikepacker biwakiert!? Ich würde das mal wieder nicht so dogmatisch sehen. Natürlich ist das Biwakieren gesetzlich tolerierter, vom zeitlichen Aufwand günstiger, vom Gewicht leichter und überhaupt näher an der Natur. Aber zu viel Nähe kann auch Kraft und Nerven kosten.Einmannsaerge_016_ml
Ich gehöre zu den Menschen mit „süßem Blut“ und daher sucht so manche Mücke meine Nähe, was nicht gerade zur Erholung und zu einem ruhigen Schlaf beiträgt. Auch zu nah am Wetter will ich nicht sein, wenn es stark regnet oder mein Schlafsack mal wieder zu kalt für die Nachttemperaturen ist. Auf langen Touren freut man sich sogar vielleicht mal über eine Rückzugmöglichkeit vor der Natur und dem Wetter, wenn diese einen schon seit Tagen herausfordern.

Warum ein „Ein-Mann-Sarg“? Auf langen Reisen zu zweit halte ich es für sinnvoll, dass jeder sein eigenes „Reich“ hat, um sich wenigstens etwas zurückziehen zu können. Das, dient bei schnarchenden oder unruhigen Schläfern auch der Erholung. Ebenso hilft die mögliche räumliche Trennung und Rückzugsmöglichkeit beim Verhindern von Konflikten/ Streitereien. Mit einem zusätzlichen Tarp oder einer Plane kann man den Raum zwischen den Zelten überdecken und so eine schöne gemeinschaftliche Behausung schaffen.
Ein weiterer Grund für die Nutzung von Ein-Mann-Zelten liegt in der Flexibilität. Muss Jemand die Tour abbrechen, sei es wegen einem Streit oder aus gesundheitlichen Gründen, oder ist die Tour überhaupt so geplant, dass man sich irgendwo trifft und danach jeder wieder seiner Wege geht, dann ist es enorm von Vorteil, wenn jeder sein eigenes Zelt hat.

Zwei-Mann-Zelte wiegen nicht viel mehr!? Eigentlich träume ich schon seit Jahren von einem HubbaHubba HP. Das tue ich auch immer noch, denn für ausgedehnte Solo-Reisen ist es vom Gewicht und Komfort unschlagbar. Der Komfort allein durch die Größe, den Raum den man hat, ist unglaublich. Aber neben dem Preis, der in den letzten Jahren von 350€ auf 450€ gestiegen ist und nach Aussage eines Mitarbeiters von msr nochmal um 50€ klettert, ist vor allem gerade die Größe doch ein wenig zu groß. Für weite unberührte Natur ist dieses Zelt super, aber nicht wenn ich mich im, entschuldigt, vor dem deutschen Gesetzes-Dschungel verstecken will, will heißen, wenn ich mein Zelt möglichst getarnt im Unterholz aufschlagen will/ muss. A propos Unterholz, findet mit so einem riesigen Zelt mal im Dunkeln im Wald ein Plätzchen. Fehlanzeige oder zumindest langes Suchen.
Ein Ein-Mann-Zelt dagegen ist bloß ein schmaler Streifen von ca. 1×2,5m, der sich dank der geringen Höhe von +/- 70cm auch noch brav hinter die Büsche duckt. Natürlich ist so ein Zelt winzig und ich wollte darin auch nicht mehrere Tage, nein, nicht einen Tag, abwettern müssen. Jedesmal an den ersten Tagen einer Tour denke ich, dass es viel zu klein ist, aber nach 3 Tagen etwa oder wenn man viele Touren in engem Zeitraum gefahren ist wird es zu einem Palast. Ein beschauliches, aber ein erholsames und zufriedenstellendes Reich. Ich habe darin auch schon mit einem deuter trans alpin 32L, samt Helm und anderem Krempel geschlafen. Es geht. Irgendwie…

Ich habe für mich das gelert solo als Zelt entdeckt. gelert solo – das Zelt

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