Gesichtsschutz

Gangsterstyle?

Jeder der auch im Winter bei Minusgeraden sich und seinem Bike etwas Auslauf gönnen will wird die Situation kennen in der ihm Eis-und Schneekristalle, Nadelstichen gleich, auf das Gesicht prasseln. Dazu eisiger, schneidender Fahrtwind und die in der Lunge brennende kalte Luft.

Abhilfe schafft hier ein Gesichtsschutz. Es gibt viele Möglichkeiten sein Gesicht vor den Widrigkeiten zu schützen. Ein Schal, ein einfaches (Hals)Tuch oder spezielle Produkte wie ein Schlauchtuch, ein sogenanntes Buff, bis hin zu Halb- und Vollgesichtsmasken können diese Funktion übernehmen. Aber man sollte nicht zum erst Besten greifen, sondern sich seinem angedachten Einsatzzweck bewusst sein und vor allem auf das Material achten. Letzeres entscheidet über Funktionalität und Komfort. Ein kratziges Etwas, mit nicht durchdacht gesetzten und/oder grob verarbeiteten Nähten kann schnell zur Tortur werden. Also vorher anprobieren.

Bei mir immer dabei ist mein uraltes rotes Halstuch. Das ist schnell an und ausgezogen und verstaut. Der riesen Nachteil war/ist aber, dass es aus Baumwolle ist. Oft merkt man erst beim Anhalten oder Stehenbleiben wie nass geschwitzt man wirklich ist. Ein Material wie Baumwolle saugt sich mit Feuchtigkeit voll und kann ohne die durch die Bewegung erzeugte Körperwärme sehr schnell zum Auskühlen führen. Gerade im Hals und Gesichtsbereich kann das sehr unangenehm sein. Ich kannte dieses schmierig-nasse Verhalten auch vom Skifahren mit einer Vollgesichtsmaske aus Fleecematerial.

Daher hatte ich mir, auch mit dem Beigedanken ans Biken, einen Neoprengesichtsschutz  von CAUBERC zugelegt. Um 15-20€ kostet so ein Teil. Inzwischen hat es mein rotes Tuch ins Abseits gedrängt, das ich aber aus Gründen der Nostalgie und um im Kragenbereich die Belüftung noch etwas variabler als „offener Reißverschluss“/“geschlossener Reißverschluss“ gestalten zu können, immer noch mitführe. Neopren ist sehr gut geeignet für diesen Einsatz, winddicht, sehr warm und vor allem bis auf ein bisschen Oberflächenfeuchte nicht hygroskopisch. Durch einen hinten angebrachten Klettverschluss lässt es der Aufbau der Gesichtsmaske zu sie, im Gegensatz zu einer Vollgesichtsmaske oder einem Buff, auch während der Fahrt/ mit Helm an und ausziehen zu können. Ein weiterer Vorteil zu einer Vollgesichtsmaske ist die größere Flexibilität. Durch die Kombinationsmöglichkeiten mit Stirnbändern, oder Mützen kann man sich leichter an verschiedene Temperaturen anpassen.
Ich nutze den Gesichtsschutz in, sozusagen, drei Stufen. Zusammengerollt/ -geklappt wie ein Halstuch, bis über den Mund gezogen, dabei durch die eigentlich für Nase angedachte Öffnung atmend oder eben bis über die Nase und zur Brille gezogen.

Zwei kleine Nachteile muss ich hier nennen. Zum einen deckt die Gesichtsmaske den Halsbereich nicht ab, zum anderen, so ist es zumindest bei mir, bildet der Klettverschluss einen ordentlichen Widerstand, wenn ich den Kopf in den Nacken lege, was bei der Nutzung eines Lenkeraufsatzes meist der Fall ist. Ach ja und wer lange Haare hat wird sich ebenfalls sehr über den Klettverschluss freuen…

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