Seatbag

das wackelt doch?

Eine weitere Tasche beim Bikepacking wirft ebenfalls bei so manch einem Fragen und Zweifel auf. Das scheinbar riesige Etwas unter dem Sattel, der Seatbag. Das europäische Auge ist da eher Taschen im Müsliriegel-Format am Sattel gewohnt.seatbag_rv visacha_1440x1080_ml

Diese großen Seatbags sind aber die Lösung für den Gepäcktransport im Gelände, oder für Fahrräder, wie zum Beispiel die Fullsuspension-Bikes mit ihrem beweglichen Hinterbau. Die größte Skepsis ruft vermutlich das vermeintliche Schlingern einer solchen Tasche hervor. Natürlich merkt man, vor allem im Wiegetritt, dass da nun ein paar Kilo mehr hängen, deren Trägheit überwunden werden will. Aber Schlingern oder Wackeln tut bei der richtigen Befestigung und angepassten Packweise nichts. Wie immer, nicht überladen und schwere Dinge möglichst nah an den angedachten Geamtmasseschwerpunkt. Für mich haben sich 2-3,5kg als komfortabel erwiesen. Bei voller Nutzung der Ladekapazität oder hohem Gewicht empfehle ich die Kombination mit einem Handlebar bag, beziehungsweise zusätzliches Gewicht auf/ an dem Lenker. Dieser dient als Gegengewicht im Wiegetritt, um eine Pendeln zu verhindern, und um die Lenkung zu beruhigen, die sonst durch das Gewicht „abhebt“

In einfachster Form kann man einen mittelgroßen Packsack auch mit Riemen an der Sattelstütze befestigen. Einen richtigen Seatbag selbst herzustellen gehört in meinen Augen aber schon zu den gehobeneren DYO/ DIY-Projekten, ist aber wie manch schönes Beispiel zeigt mit etwas Fleiß und Geschick machbar. Essentiell ist dabei die richtige Passform und die korrekte Ableitung der auftretenden Kräfte, um einen komfortabeln und funktionsfähigen Seatbag zu erhalten.

Von einem Ersatz durch eine Kombination aus Sattelstützen-Gepäckträger und einem Toprack-Koffern oder Tasche rate ich ab. Rein augenscheinlich halte ich davon nicht viel. Sie kombinieren in meinen Augen die Nachteile beider Systeme. Die starre Verbindung eines Gepäckträgers mit den „Schlingererscheinungen“ eines Seatbags. Von Ästhetik und Design will ich hier gar nicht reden…

Eine wegen des weniger weit auskragenden Gewichts und der besseren Organisation sehr interressante Lösung, die ich aber bisher in ihrer Konstruktion noch nicht ganz nachvollziehen kann, hat unser guter Gunnar, mit einer Kombination aus zwei Seatbags, an seinem Rad. (Link Gst).

Lest mehr unter Bikepackingsetup

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