Leidenschaft I

Was die Leidenschaft in mir für das Bikepacking geweckt hat ist der enge Bezug zu Natur, Freiraum und den Menschen darin.

Sich bei Wind und Wetter draußen bewegen zu können. Was gibt es schöneres? Abfahrt, Fahrt, Ankunft und Aufenthalt finden beim Bikepacking im Freien statt, beziehungsweise bieten die Möglichkeit dazu. Vom Frühstückskaffee, über das Abpedalieren der Tagesdistanz, bis hin zum genussvollen abendlichen Beine ausstrecken, und sogar des Nächtens beim gelegentlichen Aufwachen, – ich habe einen Himmel über mir, ich spüre den Wind, ich rieche und höre die Veränderung durch meine stete Bewegung. Sand, Gras, Wald, Wasser, Stein, jeder Kilometer riecht anders und mit jedem Kilometer „erfährt“ man sich mehr und mehr Ruhe, Einsamkeit und Schönheit. Über den genussvollen und erholsamen Aufenthalt in und mit der Natur kann ich weiter nicht groß schwärmen, da er für mich natürlich und unabdingbar ist.

Ein eigenständiges Bild, einen geweiteten Eindruck, einer Gegend, einer Landschaft, eines Ortes erhält man durch den Kontakt mit den Menschen darin. Beim Bikepacking bin ich annähernd auf Augenhöhe mit den Einheimischen. Ich bin auf ihre soziale und ökonomische (Mikro-)Infrastruktur angewiesen, beziehungsweise kann innerhalb dieser aufgenommen, zum Beispiel ganz banal, Wasser am Gartenzaun, ein Plätzchen für das Zelt in einem Garten oder ein warmes Abendessen bekommen. Ebenso bin ich auf ihre Einkaufs- und Unterkunftsmöglichkeiten angewiesen. Zudem teile ich mit ihnen für eine Zeitlang ihre Umwelt, „ihre“ Natur und ihr Klima. Das alles verbindet und somit laufen die meisten Begegnungen sehr herzlich und auf einer besonderen Ebene ab. Auf Touren die einen einfach von Dorf zu Dorf durch irgendeine Landschaft führen, habe ich oft das Gefühl, dass mir, als abgemühte und verdreckte Kreatur, die Menschen mit Mitleid und einem gewissen Repräsentationswillen entgegen treten. Mitleid für einen scheinbar Erholungssuchenden, der voller Anstrengung durch ihren banalen Alltag fährt. Repräsentationswillen, um mir meine Mühen zu lohnen und um ihr eigentlich unpopuläres Fleckchen Erde für einen Augenblick zu etwas Besonderem zu machen. Sie wollen einem die Schönheit ihrer Heimat zeigen, seid offen dafür.

Lest mehr unter Leidenschaft II und Leidenschaft III

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