Handlebar bag

die Angst um die Kabel

Eine der klassischen Taschen beim Bikepacking bringt viele zum Zweifeln und Grübeln. Der sogenannte Handlebar bag, die zylindrische Tasche die am/ unter dem Lenker befestigt wird. Bevor man aus Angst um die Kabel und Leitungen an seinem Bike auf diese geniale Art des Gepäcktransports verzichtet, sollte man es zumindest probiert haben.handlebarbag_1080x1440_ml

Wenn man darauf achtet, dass die Verkabelung nicht abgeknickt wird, die Anschlüsse an die Cockpitelemente nicht durch ständige Bewegung der Tasche gesondert belastet werden und die Tasche beim Einlenken nicht an der Verkabelung reißt oder zerrt, steht einer Nutzung eigentlich nichts im Wege.
Taschen wie die harness von revelate design haben extra Abstandshalter um die Anschlüsse an die Armaturen zu schützen. Eine andere Methode, die ich anfangs meinte nutzen zu müssen, ist eine Lenkererweiterung wie zum Beispiel Topeak BarXtender unter dem Steuerrohr, als Auflager für die Tasche und um die Tasche von den Leitungen fern zu halten, zu montieren. Inzwischen bin ich aber recht unbesorgt was die Leitungen angeht, so lange die Tasche gut festgezurrt wurde. Es gibt auch Handlebar bags auf dem Markt, die nicht am Gabelschaft fixiert werden, sondern eine Abspannung zum Gabelsteg haben, z.B. Mountain-Lion Strap.
Auch die Angst davor, dass Leitungen durch das Gewicht der Tasche gequetscht werden könnten ist hinfällig. Probiert einfach mal mit den Fingern eine Leitung zusammenzudrücken, Fehlanzeige. Bei einem so kleinen Querschnitt mit einer relativ dicken Materialstärke bedarf es einiges an Kraft.

Zum Fahrverhalten mit einer solchen Tasche, solange diese nicht überladen ist und die Federgabel auf das neue Gewicht eingestellt/ nachjustiert wurde, kann ich nichts Negatives sagen. Im Gegenteil, das Bike liegt satter auf, was bei hohen Geschwindigkeiten oder dem Liegen auf dem Lenkeraufsatz von Vorteil ist. Die Lenkung wird durch das Gewicht natürlich „schwergängiger“ und träger, was nicht unbedingt zum, bei Höchsttempo, durch den Wald wedeln dient. Aber da sie als wichtiges Gegengewicht zum Seatbag fungiert, führt sie in einem kompletten Setup zu einer weniger unruhigen Lenkung. Das flotte Fahren auf Trails ist damit immer noch problemlos machbar, wenn sie nicht überladen ist. Für mich liegt die Komfortzone bei 1,5-2,5kg.

Man kann diese Art Taschen noch relativ leicht selber „bauen“. Zwei bis drei Riemen, und ein Sack/ Beutel, mehr braucht man erstmal nicht. Ich überging diesen ersten Schritt des Ausprobierens, da ich mir gut vorstellen konnte mit dem Gewicht unter dem Lenker zurechtzukommen und weil mir diese sehr simple Form der Befestigung zu wenig zeitlichen und funktionalen Komfort beim allmorgendlichen Packen bot. Eine weiterführende DYO/ DIY-Aktion war mir kurz vor einer Tour zu unangenehm. der angedachte harness von revelate design zu teuer und somit wurde es der nur knapp 30€ teure sling von revelate design besorgt und befindet sich immer noch in Kombination mit einem wasserdichten Packsack im Einsatz. Einzige Veränderung die ich vorgenommen habe ist ein dritter Riemen, der nun noch für zusätzliche Ruhe und Stabilität in der Mitte der Tasche sorgt.handlebarbag_rv sling mit 3 Riemen_1440x1080_mlhandlebarbag_rv sling mit 3 Riemen detail_1440x1080_ml

Inzwischen denke ich immer öfter über die Vorteile der, nicht einen losen, sondern einen fest integrierten Beutel nutzenden Taschen nach (z.B. DoubleTwist). Vor allem für Kleinteile, und den schnelleren Zugang halte ich diese Taschen für sehr sinnvoll. Allerdings lässt sich die Größe der Tasche nicht an den mitzuführenden Inhalt anpassen.

Eine gute Erweiterung zum Handlebar bag ist eine sogenannte Front pocket. Eine zusätzliche Tasche, die um den Handlebar bag geschnallt wird, oder diesen anteilig ersetzen kann.handlebarbag_rv pocket L side_1440x1080_mlhandlebarbag_rv pocket L detail_1080x1440_ml

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